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2020 geht zu Ende

Ein verrücktes Jahr geht zu Ende. In den Wintermonaten schrumpfte mein Lebertumor und wir konnten neue Hoffnung schöpfen. Im Anschluss legte uns ein Virus lahm und wir mussten uns alle in Zurückhaltung üben. Was für mich schwierig war; Operationstermine mit Radioaktivem Material zur Bekämpfung des Tumors zu bekommen. Die Kügelchen kommen aus Australien und bekanntlich lag der Flugverkehr am Boden. Das andere war; wieso konnte ich jetzt nicht mehr die Dinge noch machen die ich unbedingt noch machen wollte bevor ich möglicherweise sterbe. Denn da war es noch nicht sicher ob ich das überleben werde. Das ist es auch heute noch nicht. Der Sommer war gut und ich konnte doch einige kleine Motorradtouren machen und einigermaßen das machen was mir gut tat. Alle 4-5 Wochen musste ich zur Bluttransfusion, das mache ich auch heute noch. Langsam habe ich eine Eisenüberlagerung in meinem Körper, die Werte sind etwas hoch.  Nun der Herbst widmeten wir uns dann wieder dem Virus zu und ja, wir alle wissen wie der heutige stand ist. 

Anfang Jahr habe ich damit begonnen mich mit meiner Persönlichkeit auseinander zu setzen. Das geht so weit, das ich sogar eine Ausbildung zum Coach begonnen habe. Wenn ich die Ausbildung erfolgreich beende werde ich zertifizierter Greato-Coach sein. Ich durfte ganz viel über mich selbst lernen und mit ganz viele miserable Angewohnheiten anschauen und auflösen. Ich bin zur Erkenntnis gekommen, das ich mich selbst niemals als einen Freund oder gar einen Partner sehen konnte, so idiotisch und blöd war ich anderen und mir selbst gegenüber. Mein Umfeld hat sich komplett verändert. Familienmitglieder die ich hasste und ablehnte sind heute gute freunde. Doch wie das? Ich habe erkannt wie ich mit ihnen umgegangen bin und warum sie nicht mehr in meinem Leben waren. Tief im Innern wünschte ich mir das ich wieder mit ihnen auskomme und wir uns sehen und unterstützen können. Ich fand den Fehler also ganz alleine bei mir selbst. Ich habe mein Verhalten reflektiert, bin mit meinem Coach durch diese Themen durch und konnte ganz vieles auflösen und ihnen meine Fehler aufzeigen, die bejahend durchfühlen, neue Glaubenssätze erarbeiten und in einer Vision ein neues ICH erstellen.

Ich habe meine Erkenntnisse mit den entsprechenden Angehörigen offen kommuniziert und konnte so unsere Familie zum guten wenden. Darauf bin ich im 2020 am meisten stolz.

 

Nun zum Ausblick. Das 2021 wird mir das bringen was ich brauchen werde, um die Zukunft zu meistern. Ich sage nicht mehr: ich will das oder jenes, nein ich vertraue dem Leben. Ich war ein Kontrollfreek, dieses Muster lege ich nun stück für stück zur Seite. Das heisst nicht das ich meine Arbeiten nicht mehr kontrolliere, nein ich vertraue einfach dem Leben, den es wird mir das geben was ich brauche. 

Es steht an: eine Lebendleberspende, Knochenmarktransplantation und die Beendigung der

Greator- Coachingausbildung. Dann steht noch der Bau der Tinysiedlung an worauf ich mich sehr freue. Momentan mache ich alles um für die Operationen fit zu sein. Mental so als auch Körperlich. Körperlich bin ich leider etwas eingeschränkt mache, jedoch was in meinem Rahmen möglich ist.

 

Das wars von mir für dieses Jahr, Nächstes Jahr kommt bestimmt, ob mit oder ohne Silvesterböller. Machts gut und verändert euch so fest wie möglich und so gut wie möglich in eine positive Richtung wie ihr gerne sein wollt.